Inhalt

Kaspar Hauser – die Wahrnehmung des fremden Menschen
Bernhard Schmalenbach

Zum religiösen Leben in der Sozialtherapie
Thomas Suska

«Durch seine Wunden werden wir geheilt»
Ein Meditation über Christus und die Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung
Thomas Ravetz

Reif zum Erziehen?
Almut Strehlow

Rezensionen

Hartmut Sautter/Katja Schwarz/
Rainer Trost (Hg.)
Kinder und Jugendliche mit
Autismus-Spektrum-Störung

Kolloquium zur Sozialtherapie
Andreas Fischer

Gratulation
Gedenken



 


Editorial

Das Kaspar Hauser Jahr, das schon in vielen Publikationen Widerhall gefunden hat, beschliessen wir mit zwei Beiträgen: Bernhard Schmalenbach hat sich in einer ganz eigenen Färbung und Weite mit dieser Persönlichkeit auseinander gesetzt, deren Faszination und Rätselhaftigkeit nach so vielen Jahren noch immer ungebrochen ist. In der Lebensgemeinschaft Le Béal in Frankreich gehört die Beschäftigung mit Kaspar Hauser zu einem bedeutsamen Element der eigenen Lebenskultur, das in diesem Jahr seinen besonderen Niederschlag in einem Musik- und Malereiprojekt gefunden hat. Mit der Musik von Eric Noyer wurde es auch auf der internationalen Tagung in
Dornach zur Aufführung gebracht.
 
Spiritualität und Religion gehören zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen. Sie sind Teil seines persönlichsten Bereichs, in dem völlig Freiheit und Selbstbestimmung leben können müssen. Im Bereich der Heilpädagogik und Sozialtherapie gibt es Menschen, die bei der Ausübung dieses Bereichs Unterstützung und Begleitung brauchen, eine Aufgabe, die mit Offenheit, Takt und dem Gefühl für die Freiheit des anderen zu leisten ist. Spirituelles Leben ist über den Einzelnen hinaus auch eine Aufgabe der Gemeinschaftsbildung und des Zusammenlebens von Menschen, eine schwierige, herausfordernde aber auch gewinnbringende Aufgabe für Einrichtungen der Heilpädagogik und Sozialtherapie. Die Beiträge von Thomas Suska und Thomas Ravetz geben dafür höchst interessante Anregungen.