Wie wird das Gemeinwesen gesund?
von Manfred Schulze

«... In diesen neuen Wirtschaftsund Sozialformen entstehen dann pädagogische und heilpädagogische Provinzen, an denen auch die Menschen teilhaben und irkungsmächtig mitgestalten können, die aufden ersten Blick noch nicht viel zur Gestaltung beitragenkönnen – die Kinder und die seelenpflegebedürftigen Menschen».

Über das Begleiten älter werdender Menschen mit Behinderungen
Bernhard Schmalenbach im Gespräch mit Konrad Lampart

«... Man tendiert dazu, das Alter als einen Rückschritt zu deuten, zumal in unserer Gesellschaft die Jugendlichkeit auch von älteren Menschen betont wird. Dabei geht es doch darum, diese Entwicklung nicht als einen Niedergang, sondern als eine persönliche Entwicklung zu sehen, die ihren Wert in der Situation, so wie sie ist, hat».

Therapeutisches Erzählen
von Martin Niedermann

«... Probleme in Geschichten zu erörtern, heisst mit innererLeichtigkeit und Engagement Lösungen zu finden. Im therapeutischen Erzählen befassen sich Geschichten ohne bleierne Schwere und belastende Gespräche mit Problemen. Das Erzählen von Geschichten führt leichter und schneller zu Einsichten und Lösungen».

Die «Kinderhysterie»
Eine historische Betrachtung zum Heilpädagogischen Kurs Rudolf Steiners
von Rüdiger Grimm

«... Die Tatsache, dass nicht mehr Kinder hysterisch würden, sagte August Homburger 1926, müsse in der Lebenszugewandtheit des gesunden Kindes, seiner normalen Verarbeitungsfähigkeitliegen, vor allem aber in seiner schnellen Ausgleichsmöglichkeit von ungünstigen Eindrücken.Seine ursprüngliche Naivität, Verbindlichkeit und Echtheit seien es, die eine gesunde Entwicklung begünstigten».

Berichte
über die Copyshop Werkstatt in Tbilisi, die notfallpädagogische Arbeit mit syrischen Flüchtlichen im Libanon und den neuen Studienschwerpunkt «Inklusion» in Mannheim.

Rezensionen
des Buchs «Der biographische Mythos als pädagogisches Leitbild» von Jan Göschel und der drei, von Johannes Gruntz-Stoll herausgegebenen Bücher zur «Narrativen Heilpädagogik»

Inserate
Impressum

 

 

 

 

 

 

In eine weite Perspektive

stellt Manfred Schulze die Heilpädagogik und Sozialtherapie, indem er ihren Beitrag für die Entwicklung und Gesundung unserer Gemeinwesen herausarbeitet. Lebensorte können eine Sozial- und Wirtschaftskultur entwickeln, zu der alle Menschen beitragen können und aus der niemand ausgeschlossen wird. Dabei ist allerdings auch die Gesellschaft gefordert.

Zu einer Weitung von Perspektiven können hoffentlich auch die anderen Texte beitragen: Über Fragen des Älterwerdens lesen Sie ein Interview mit Konrad Lampart, das im Rahmen eines Forschungsprojekts der Alanus Hochschule geführt wurde. Über die Methode des heilpädagogischen Geschichtenerzählens schreibt Martin Niedermann in seinem Beitrag.

Mit dem Text über den historischen Kontext der «Kinderhysterie» liegt ein Beitrag zum Heilpädagogischen Kurs vor, dessen 1. Vortrag in diesem Herbst im Zentrum einer neuen Tagungsreihe steht, in der in den kommenden Jahren jeweils ein Vortrag dieses Kurses bearbeitet wird. Obwohl es sinnvoll und notwendig ist, den Heilpädagogischen Kurs auch in seinen zeitgeschichtlichen Aspekten zu würdigen, soll mit diesenTagungen einer «unzeitgemässen» Historisierung entgegengewirkt werden, um seine genuinen Zusammenhänge und Ideen weiterhin inspirierend und befeuernd sein zu lassen.

Namens des Redaktionsteams wünsche ich Ihnen eine erfüllte
Herbstzeit!