Seelenpflege Heft 1, 2017

Alltag – Meditative Elemente im Heilpädagogischen Kurs Rudolf Steiners
Rüdiger Grimm

Meditatives Üben und Erleben ist die Unterstützung eines Verinnerlichungsprozesses, in dem sich die Grundlage für das Verstehen und Handeln bildet und zu einer Quellkraft wird, die sich in den Erkenntnisaufgaben, den Herausforderungen der Begegnung und in der Gestaltung heilpädagogisch
wirksamer Lebenssituationen schöpferisch niederschlägt.

Spiritualität – Zugang zu einer neuenSinnorientierung
Otto Speck

Das Thema Spiritualität dürfte für die Heilpädagogik insofern besonders wichtig sein, als es bei einer Behinderung um besonders herausfordernde Lebenslagen geht, die durch soziale oder pädagogische
Arrangements allein nicht nachhaltig bewältigt werden können.

Die Arbeitshilfe ist nur ein Mittel – Entscheidend ist der innere Prozess
Hein Kistner im Gespräch mit Dieter Hadasch

Die Einflüsse von Vererbung und Umwelt auf die Inkarnation des Kindes
Heiner Priess

Physisch sind die Erwachsenen die Grossen und die Kinder die Kleinen; geistig gesehen sind oft die Kinder die Riesen und die Erwachsenen sind ihnen nicht gewachsen. Wie kommt der «Willensriese» in den kleinen Körper hinein?

Der Aufbau der Kommunikation bei nichtsprechenden Menschen
Gisela Erdin

Um an der Welt teilzunehmen und mit anderen Menschen in Kontakt treten zu können, muss der Mensch kommunizieren. Der Mensch ist ein Wesen, das in der Sprache lebt. Wie aber können Menschen mit anderen Menschen in Kontakt treten, bei denen die Lautsprache ausbleibt?

«…und werdend mich ins Dasein prägen» – Das Ich in Leib und Welt Internationale Tagung für Heilpädagogik und Sozialtherapie am Goetheanum in Dornach
Eva-Maria Schnaith

Dank

Rezensionen

Christian Mürner: Der hinkende Bote
Michaela Glöckler (Hrsg.): Meditation in der anthroposophischen Medizin

Impressum


 

 

 

Das neue Jahr

bringt für unsere redaktionelle Arbeit einige Veränderungen mit sich. Nach Rüdiger Grimms Verabschiedung in den Ruhestand hat Jan Göschel seinen Platz in der Redaktion übernommen. Wir freuen uns nun darauf, die Zeitschrift in dieser neuen Zusammensetzung gemeinsam weiterzuführen.

Einen Schwerpunkt in diesem Heft bildet das Thema Spiritualität, das in der Wissenschaft zunehmend an Interesse gewinnt, wie Otto Speck in seinem Beitrag feststellt. In der anthroposophischen Heilpädagogik hingegen kommt der spirituellen Dimension eine grundlegende Bedeutung zu. So beschreibt Rüdiger Grimm spirituelle Orientierung im Sinne eines Weges, sich professionell Menschen in besonderen Lebenslagen zu widmen und zugleich einen Übungsweg der eigenen Entwicklung zu verwirklichen.

Besonders spannend und anregend finden wir das Gespräch von Dieter Hadasch und Hein Kistner, in dem die beiden Experten im Bereich der Arbeitsbegleitung hilfreiche Konstruktionen und Techniken zur Holzverarbeitung in der Astholzwerkstatt der Dorfgemeinschaft Tennental erörtern.

Heiner Priess beschreibt in einer kleinen phänomenologischen Studie, wie hindernde Einflüsse die Inkarnation des Kindes erschweren können, Gisela Erdin erarbeitet Grundlagen der Kommunikation und verweist auf ihr Forschungsprojekt zur Gestützten Kommunikation (FC).

Die Internationale Tagung für Heilpädagogik und Sozialtherapie, die alle zwei Jahre im Goetheanum stattfindet, stand in diesem Jahr unter dem leitenden Thema «Das Ich in Leib und Welt». Hierüber berichtet Eva-Maria Schnaith.

Wir wünschen Ihnen ein gutes neues Jahr,

Jan Göschel, Bernhard Schmalenbach, Gabriele Scholtes