Seelenpflege Heft 2, 2017

Achtsamkeit und Aufmerksamkeit im eigenen Tun
Vortrag auf der Fachtagung des Verbandes für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie Schweiz
Constanza Kaliks

Es ist vermutlich ein innerer Ort der Gewissheit, den ich immer wieder schaffen muss, den ich immer wieder aufsuchen kann, und der in seiner unmittelbaren Präsenz mir jetzt und nur für jetzt sagen kann, dass etwas stimmt, dass etwas im Einklang ist mit dem Kontext, aus dem es kommt und für den ich meine Handlung ausführe.

«Dass kein Missverständnis wieder die Sache aus den Fugen bringt»
Leben mit Asperger – Einblicke in das Selbsterleben eines Betroffenen
Andreas Fässler und Brigitte Kaldenberg

«… zum beispiel zeichnen und malen. astronomisch-kosmologischwissenschaftliches aus aller welt. dazu all die raumfahrtsaktualitaeten. zum beispiel auch die astro und elementarteilchen-forschung und beschleuniger-physik gerade ganz zum besonderen am super-cern in genf …»

Mit Farbe und Pinsel auf Entdeckungsreise
Elke Bühler

Die Punkt-Umkreis-Meditation und der Ich-Rhythmus des Menschen
Thomas Suska

Wenn wir den Ort oder Bereichaufsuchen wollen, wo Entwicklungimpulsiert wird und letztlich auch stattfindet, so müssen wir andie Übergänge, die Grenzen, die Schwellen oder auch die Ränder des Menschenlebens gehen; an das «Nochnicht bzw. Nichtmehr».

Ein neues Modell für Wohnheime in Russland
Beschreibung eines Forschungsprojektes
Svetlana Tokareva und Julia Tokareva

Dabei darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass jede soziale Einrichtung ein ganzheitliches offenes System ist, das zur Selbstorganisation fähig ist. Das Gleiche können wir auch über «Menschen» und die «Gesellschaft»  sagen.

Gedenken

Gratulation

Rezensionen

Bernhard Schmalenbach: Dimensionen der Helpädagogik
Benjamin Kurz: Faust – Das inklusive Theaterprojekt

Impressum



Achtsamkeit

– eine Haltung der aufmerksamen, liebevollen und freilassenden
Hinwendung – gehört zum Kern heilpädagogischer und sozialtherapeutischer Handlungsfähigkeit.

Aus der diesjährigen Sonnenhoftagung des Schweizer Verbandes für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie (vahs) entsteht der Beitrag von Constanza Kaliks, in dem sie Achtsamkeit als Voraussetzung für ethisches und verantwortliches Handeln für den anderen Menschen im gesellschaftlichenRaum untersucht. In diesem Sinne sucht Thomas Suska Rhythmen der Ich-Aktivität auf und entfaltet deren Betrachtung vor dem Hintergrund der Punkt-Umkreis-Meditation.

Ein Beispiel für gelebte Achtsamkeit ist das Gespräch zwischen Brigitte Kaldenbergund Andreas Fässler. Fässler erklärt – und Kaldenberg erschliesst aufmerksam und nachvollziehbar – wie er als Mensch mit einer Aspergerdiagnose sich selbst und andere in der täglichen Begegnung erlebt.

Ein Einblick in die Entwicklung der Situation für erwachsene Menschen mit Behinderung in Russland ergibt sich aus dem ausführlichen Bericht von Svetlana Tokareva und Julia Tokareva über eine von der anthroposophischenOrganisation «Blagoje delo» im Auftrag des Sozialministeriums durchgeführte Evaluation von 15 Betreuungseinrichtungen in der Region.

Und nicht zuletzt freuen wir uns, dass wir eine Reflexion über die kunsttherapeutische Arbeit in der Sozialtherapie von Elke Bühler aufnehmen konnten. Die Bilder in diesem Heft kommen aus ihrer Arbeit mit ihrer Klientin Philomena Heinel.

Mit besten Wünschen für eine gute und anregende Lektüre.

Jan Göschel