Seelenpflege Heft 4, 2017

Die Heilpädagogik als Bauhütte einerorganischen Sozialgestaltung:
Eine Annäherung an Karl Königsmoralische Intuition und den Gemeinschaftsbildungsimpuls der Camphill-Bewegung
Jan Christopher Göschel

«Wir müssen nur die Idee der Heilpädagogik weit genug fassen, um ihrer wahrhaften Bestimmung ansichtig zu werden. [...] Sie will zu einer weltweiten Tätigkeit werden, um der überall entstandenen ‹Bedrohung der Person› hilfreich entgegenzutreten ...» Karl König

Sich selbst erkennen

Biografi earbeit von Menschen mit Behinderung in der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft
Am Bruckwald
Hein Kistner

Der Mensch ist mit seiner Zukunft verbunden. Vieles ist ihm dabei nicht bewusst. Dennoch kann er einen bewussten Zugang zu seiner Zukunft fi nden, indem er sich seine Wünsche, Visionen, Zukunftsbilder vergegenwärtigt und daraus Ziele für sich formuliert.

Internationale Tagung für Heilpädagogik und Sozialtherapie 2018
Call for Papers

Jahresbericht der Konferenz für Heilpädagogik und Sozialtherapie

Lernen als Partizipation in Gemeinschaften der Praxis in heilpädagogischen Einrichtungen
von Martyn Rawson

Durch Partizipation an solchen sinnvollen Praktiken lernt und wächst man. Lernen ist daher identitätsbildend und bedeutet Entwicklung. Der Zusammenhang zwischen Lernen und kohä renter
Identitä tsbildung und Partizipation ist die eigentliche Sozialpädagogik solcher Einrichtungen.


Rezensionen:
Ulrike Geist
Mit einem anderen Blick – Zur geistigen Dimension des Autismus

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Individuum und Gemeinschaft

könnte als Motto über den Beiträgen dieses Heftes stehen:Der erste Beitrag entstammt der Festschrift, die zu Ehren von Rüdiger Grimm, dem ehemaligen Leiter der Konferenz für Heilpädagogik und Sozialtherapie, Ende letzten Jahres in der Reihe ‹Anthropos› erschien. Von seinem Nachfolger in der Redaktion dieser Zeitschrift verfasst, versucht er, Aspekte des Gemeinschaftsbildungsimpulses zu greifen, den Karl König in der Camphill-Bewegung zu verwirklichen suchte.

Hein Kistner lenkt in seinem Beitrag dann das Augenmerk auf das Individuum. Am Beispiel der Arbeit in der Gemeinschaft Am Bruckwald wird gezeigt, wie durch kreative Wege der Biografiearbeit der einzelne Mensch im Ergreifen seines eigenen Lebensweges unterstützt und begleitet werden kann.

Martyn Rawson versucht schliesslich in einem Forschungs- und Evaluationsprojekt individuelle Lernprozesse, die sich im und durch das Leben von Gemeinschaften abspielen, sichtbar zu machen und konzeptionell zu greifen. Auf diese mehr theoretische und methodische Darstellung wird in einer späteren Ausgabe noch eine konkretere Darstellung der Fallbeispiele folgen.

Besonders zu beachten ist auch der Call for Papers für die nächste Internationale Tagung für Heilpädagogik und Sozialtherapie, die vom 8. bis 12. Oktober 2018 unter dem Titel ‹Sozial – Spiel – Raum: Orte für gelingende Biografien› am Goetheanum stattfi nden wird. Zur Teilnahme und Mitwirkung möchte ich mit meinen Kollegen im Leitungsteam der Konferenz, Sonja Zausch und Bart Vanmechelen, schon jetzt ganz herzlich einladen!

Jan Göschel