Seelenpflege Heft 2, 2018

Transformative Kraft
Pim Blomaard

In der Bewegung zur Form-Kraft, zur Bilde-Kraft, zur Gestaltungs-Kraft, die einen selbst und andere wieder in Schwung bringt, weil man eine Kraft-Quelle erlebt, spielt Spiritualität eine wesentliche Rolle. Eine Meditationsübung ist ja auch als eine Bewegung zu sehen, die von einer festen Struktur (Bild, Vorstellung, Wort, Satz) zu einer Kraft-Begegnung kommt, indem man die eigene Kraft aufwendet und imstande ist, die Kraftwelt hinter dem Festgewordenen etwas mehr zu erleben.

Alternativ-Sprechen will gelernt sein
Zum Spracherwerb der Unterstützten Kommunikation
Barabara Ruths

«Nach grüner Farb' mein Herz verlangt …»
Green Care, Soziale Landwirtschaft und Spiritualität
Alfons Limbrunner

Mit welchem Ende steht eine Kuh zuerstauf? Mit welchem ein Pferd? An welcher Seite sind die Bäume am meisten mit Moos bewachsen? Wenn fünfzehn Kühe zusammen auf einem Abhang weiden, wie viele von ihnen halten dann beim Fressen den Kopf in dieselbe Richtung?

Janusz Korczak in der Erinnerung lebendig erhalten
Ferdinand Klein

Die Korczak-Pädagogik knüpft an Alltagserfahrungen an und lädt zum Weiterdenken ein. Erfahrungen, die ein Erzieher mit dem Kind macht, werden in die eigene Urteilsfindung mit hineingenommen. Damit kehrt Korczak der vorherrschenden Theoriegläubigkeit den Rücken und bringt den lebendigen Menschen, mit dem es nun einmal die Erziehung zu tun hat, ins Spiel.

Zwei plus zwei ist manchmal drei
Müssen alle Kinder rechnen lernen?
Sybille Raupach

So scheint es wichtig zu sein, den Prozess des Lernens einer neuen Fähigkeit zu betrachten: Nicht das Rechnen-Können ist das Wichtige für einen Menschen, sondern den Willen dafür aufzubringen, sich eine neue Fähigkeit zu erringen, sich gegen innere und äussere Widerstände zu behaupten.

Informationen

Gedenken

Rezensionen

Feuser, Georg (Hg.)
Inklusion – ein leeres Versprechen?
Zum Verkommen eines Gesellschaftsprojekts

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Impressum




Liebe Leserinnen und Leser

Pim Blomaard eröffnet dieses Heft mit Reflexionen zur Frage, wie wir uns Zugang zu den transformativen Kräften erschliessen, aus denen wir die gewordenen Formen unserer Praxis und unserer Organisationen immer wieder neu gestalten können. Der Beitrag von Barbara Ruths macht darauf aufmerksam, dass es auch dort, wo konventionelle verbale Kommunikationsformen nicht oder nur eingeschränkt funktionieren, darum geht, neue Kommunikationsmittel zu gestalten. Das ist die Aufgabe der Unterstützten Kommunikation (UK), für deren eff ektivere und situationsgemässere Nutzung dieser Text ein Plädoyer ist. Der im Dezember verstorbene Alfons Limbrunner legt uns mit seinem Aufsatz noch einmal die Beziehung zwischen der Fürsorge für die Erde und der Pflege des Menschlichen ans Herz.
Ferdinand Klein stellt das Kernanliegen der Pädagogik Janusz Korczaks dar: Ein Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern, das in Achtung und Liebe gründet, und das daher auch als transformativer Impuls in die Welt wirken kann. Schliesslich bespricht Sybille Raupach den Sinn des Rechnens und Aspekte einer Zugangsweise, die auf unterschiedliche Entwicklungsvoraussetzungen Rücksicht nimmt.

Ich wünsche Ihnen viel Freude an diesen vielfältigen Beiträgen!